Aktualisiert am 22.02.2012
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Liebe Freunde der Blasmusik
Liebe Freunde der Blasmusik
Fränkische Nachrichten vom 28.11.2011
Der Musikverein „Eintracht“ Külsheim gab am Samstagabend in der Festhalle der Brunnenstadt ein Konzert, wie seit Jahren am Vorabend des ersten Advents. Die Musikerinnen und Musiker boten den an die 150 Zuhörern bei ihrem Konzerthöhepunkt des Vereinsjahres auch diesmal wieder einen präch-tigen Hörgenuss. Die Gäste konnten viel von der Spielfreude des aufspielenden Jugendorchesters und des Ensembles des Musikvereins spüren und mit nach Hause nehmen.
Karin Pauly, Vorsitzende des Musikvereins, meinte bei der Begrüßung, man wolle die Zuhörer mit-nehmen auf eine Reise der besonderen Art, diese Reise führe in die Schweiz, ins Morgenland oder auf die Suche nach dem Großen Tor von Kiew, es werde besondere Wohlklänge ebenso geben wie eher ungewöhnliche Melodien.
Schon dem Jugendorchester unter der Leitung von Achim Klein gelang es mit ansteckendem Spaß am Musizieren, die Zuhörer in kürzester Zeit für sich einzunehmen. Die jungen Interpreten stellten prima unter Beweis, zu welchen Leistungen sie in der Lage sind. Nach dem ersten Stück „Constellati-on“ (Bertrand Moren) klatschten die Zuschauer bei „Ceremony“ (Wim Laseroms) bereits mit und er-freuten sich an der Zugabe, zwei Märschen aus „Star Wars“ und „Indiana Jones“.
Wie zuvor schon Klein die Stücke des Jugendorchesters ausreichend ausführlich kommentiert hatte, so lösten sich anschließend mit Anna Pauly, Anna Adelmann, Celina Ballweg, Julia Füger, Laura Du-da, Doreen Wenz und Georg Pauly Jugendliche des Musikvereins in der souveränen Moderation des Abends ab. Das Ensemble des Musikvereins (Leitung Christoph Wolpert) begann mit „Wilhelm Tell“ (Gioachino Rossini), um mit dem „Konzertstück für Tenorhorn” (Xaver Dräxlmeier), einer eingängigen verspielten Melodie fortzufahren, locker leicht vorgetragen und mit Matthias Zeh als Solisten mit dem Tenorhorn. „Man in the ice“ (Otto Schwarz) ließ danach „Ötzi“ musikalisch wieder auferstehen, „Papri-ka“ (Hans Hartwig) feurige und melancholische ungarische Melodien hören.
Der Musikverein Külsheim verband so musikalische Leckerbissen mit einer großen Portion an musika-lischer Leidenschaft. Das ganze Klangvolumen des Ensembles kam ebenso zur Geltung wie das Vermögen Einzelner oder spezieller Instrumentengruppen. Die Aktiven hatten sich über Wochen vor-bereitet und boten bei reichlich technischem Können und musikalischer Virtuosität ein mitreißendes Konzert mitsamt einer abwechslungsreichen Palette von Beiträgen.
Nach einer Pause ging es weiter mit „Das große Tor von Kiew“ (Modest Mussorgski), dem bombasti-schen Finale von „Bilder einer Ausstellung“, und „Auf dem persischen Markt“ (Albert Ketèlbey), das in den Zauber von „100 und einer Nacht“ eintauchen ließ. Bei „Leningrad“ (Billy Joel) stachen clever ausgefeilte Strophen heraus, „ABBA Gold“ (ABBA) präsentierte als weitere sehr hörenswerte Darbie-tung ein Medley des schwedischen Quartetts. Der Musikverein trat zum Ende des gekonnt vorgetra-genen Konzerts mit „Leaving on a jetplane“ (John Denver) eine kreative Heimreise an, welche mit „Mein Külsheim“ (A. Wobrowsky, Michael Geiger) wieder in die Brunnenstadt zurückführte.
Die Musikerinnen und Musiker verdeutlichten gekonnt, was es heißt, musikalische Herausforderungen zu bewältigen, Vorgaben umzusetzen, einen Kraftakt gut zu meistern. Das Konzert bewies erneut eindringlich, wie sehr der Zauber der Musik die Menschen gefangen hält, und traf den Geschmack seines Publikums auf den Punkt. Das Konzert war natürlich auch ein Dankeschön an die Mitglieder, Gönner und Freunde und wurde, wie zuvor schon nach den einzelnen Stücken, mit lang anhaltendem Beifall bedacht.
Das Ensemble des Musikverein Külsheim vom Publikum mit den beiden Zugaben „Petersburger Schlittenfahrt“ und „Leningrad“.
Bericht Hans-Peter Wagner

